In der quasi guten alten Zeit ging das Kennenlernen der holden Weiblichkeit ganz anders als heute. Da wo die Paarungsfreudigen und Herzmenschen heutzutage sich mühsam entgegentanzen und dann lange Gespräche auf der Basis von “Wie gehts” und “Was machst du so” führen, zog man früher einfach den Hut. Und man hatte seine Acquaintance Card dabei.

 

Diese Karten stellen eine Unterform der formalen Calling Cards dar, die zur Vorstellung bei Hausbesuchen und Treffen zum Einsatz kamen und damit ein Vorläufer der heutigen Visitenkarten sind – allerdings hier mit einem ganz anderen Zweck.

 

Hier ein Zitat aus der Encyclopedia of Ephemera: “A novelty variant of the American calling card of the 1870s and 1880s, used by the less formal male in approaches to the less formal female. Given also as an ‘escort card’ or ‘invitation card,’ the device commonly carried a brief message and a simple illustration….Flirtatious and fun, the acquaintance card brought levity to what otherwise might have seemed a more formal proposal. A common means of introduction, it was never taken too seriously.”

 

Na da wuszte man wenigstens bereits, woran man war. Ungefähr, denn diese Acquaintance Cards waren natürlich auch nicht ganz so ernst gemeint, wie die Texte und Stichworten vermuten lassen.

 

Und ganz nebenbei stellen diese Karten einen wunderbaren Einblick in die Typografie und das Printdesign (auch wenn dieses Wort im 19. Jahrhundert noch nicht präsent war). Also sozusagen unser Special zum Valentinstag, heute, 2014. Egal ob alleine oder nicht – mit ein wenig Vintage und Typografie samt einer Prise Design am Rande wird alles gleich romantischer.

(Danke unter anderem an Alan Mays auf Flickr für die Sammlung dieser historischen Printdesign Perlen.)

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