Das Ganze ist ja schon ein älteres Projekt, allerdings hat es nichts von seiner, ja, Genalität verloren. Und es ist ein grossartiges Beispiel für die kollektive Kraft von kreativen Menschen. THE JOHNNY CASH PROJECT stellt ein Interface zur Verfügung, in dem sich einzelne Frames des Johnny Cash Videos “Ain’t no grave” direkt online bearbeiten lassen. Dem persönlichen Schaffensdrang sind hier keine Grenzen gesetzt, und tausende Menschen haben bereits Einzelbilder des Videos beigesteuert. Der Anspruch der generellen Zugänglichkeit eines Online-Zeichentools ist natürlich auch eine Herausforderung an das Webdesign der Homepage und an den Bildeditor, der auf Grundfunnktionen reduziert jedoch alles nötige anbietet. Das Ganze wird von der Homepage wieder zu einem Musikvideo der Meisterklasse(n) zusammengesetzt. Kunst und Musikvideo, Menschen und Johnny Cash. Eine perfekte Synergie. Es hat durch den Tod von Johnny Cash viel mit dem Vanitasgedanken zu tun, aber auch mit Liebe und Härte. Die Bilder erzeugen einen Rausch der Emotionen, die die Beitragenden empfunden haben, als sie ihre Einzelbilder in die Datenbank gemalt hatten.

 

Zusätzlich als weiteres Feature des Projekts werden die Zeichnungen im Entstehungsprozess dokumentiert, jede Frame lässt sich einzeln in den Schritten ihres Werdens ansehen, was die Dokumentationsdichte noch weiter vertieft. Die Selektion der Frames, aus denen sich das Musikvideo zusammensetzt, lässt sich ebenfalls verändern, vm Zufallsprinzip bis zur “Directors Selection”.

 

Als Tribut an den Man in Black, als Memorial, als Kunstprojekt, als Melting Pot der Stile, THE JOHNNY CASH PROJECT ist ein unikater und aussergewöhnlicher Ansatz der Crowd Creativity. Und den Song selbst musz man sowieso lieben.

 

LINK: http://www.thejohnnycashproject.com

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